Ursprung von Döner Events

Aus einem Hobby wurde mehr, doch so schnell ging das nicht. Ganze 7 Jahre fanden regelmässig sogenannte Dönerpartys statt, wonach mittels geringen Einnahmen durch Spenden, das Equipment von Jahr zu Jahr ausgeweitet werden konnte. Nebst der Ausstattung konnte ich die 7 Jahren nutzen, um wertvolle Erfahrungen zu sammeln und mich vom "Standart-Döner", wie man ihn kennt, abzugrenzen. Dass da mehr rauszuholen ist, davon war ich schon bald überzeugt. 

Die Anfänge

Angefangen hat alles im Frühjahr 2011, als ich mich an einem gemütlichen Abend begleitet von einigen Bierchen dazu entschloss, mich nach einem Dönergrill umzuschauen. Unter Freunden haben wir in dieser Zeit regelmässig unsere Stamm-Dönerbude mit Bestellungen beauftragt. Wir waren eine komplizierte Kundschaft, da jeder seine eigenen Sonderwünsche anzubringen versuchte. Der eine wollte extra viel Sauce, der andere extra viel Knoblauch, mehr Zwiebeln, weniger Zwiebeln, ohne dies ohne das, inklusive diesem und jenem. Mir persönlich konnte der Döner nicht scharf genug sein. Irgendwann kam die Schnapsidee auf, sich einen Döner selbst stopfen/rollen. Wir stellten uns vor, wie sich dies wohl anfühlen könnte. Gesagt, getan! Nichts ahnend schaute ich mich online auf einer Auktionsplattform nach einem Dönergrill um und fand per Zufall ein sehr lukratives Angebot. Ohne mir weitere Gedanken zu machen, kaufte ich mir also einen Dönergrill.

 

So wie es der Zufall wollte, liess sich das Fleisch - der Dönerspiess - cirka 1km von meinem Elternhaus besorgen. Der Beginn einer Partnerschaft mit der Birlik GmbH entstand. Die Mindestbestellmenge betrug 10 kg. Nachdem ich das Fleisch entgegengenommen hatte, lud ich um die 10-15 Freunde zu mir nach Hause ein, um die ersten eigens zubereiteten Döner zu kosten. Premiere. Schon bald mussten wir feststellen, dass wir massiv zu viel Fleisch vor uns drehen hatten. 3 ganze Tage hatten wir Vormittags bis Abends Döner Kebap gegessen. Es ging soweit, dass wir uns spätabends mit einer Schüssel voll geschnittenem Dönerfleisch vor dem Fernseher platzierten und uns analog zu Popkorn Dönerfleisch umherreichten. Mir wurde klar, dass ich auf eine Vielzahl von Gästen angewiesen bin, um einen solchen Dönerspiess in einem Tag verschlingen zu können. Ab diesem Zeitpunkt fanden bei mir zuhause jährlich meine bekannten Dönerparties statt. Das Ziel bestand ursprünglich darin, einen gewöhnlichen "Standard-Döner" zu imitieren.


Der Beginn einer neuen Döner-Ära

Nun hatte ich also meinen Dönergrill, veranstaltete im Jahr 1-2 Dönerparties und sorgte damit für mich und mein Umfeld für ein Geschackserlebnis der nicht alltäglichen Art. Ich war davon überzeugt, dass in der ganzen Döner-Thematik mehr Potenzial steckt, was die Umsetzung betrifft. Ich stellte mir die Frage, weshalb bei den meisten Dönerbuden das Angebot derart repetitiv sein muss. Wo ist die Kreativität geblieben? Wenn ich eine Dönerbude hätte, dann würde ich dies ganz anders machen, lautete bald mal mein Motto. So beschloss ich Alternativen zur standartmässigen Joghurt- und Cocktailsauce anzubieten. Ab diesem Zeitpunkt betrachtete ich die jährlichen Dönerparties als persönliche Spielwiesen, um zukünftige Neuerungen bspw. in Form von neuen Saucen auszutesten. Ich nahm mir vor an jeder Dönerparty mindestens eine neue Sauce zu präsentieren. Nebst Saucen verwende ich stets auch diverse Pasten, welche auf das Fladen- resp. Taschenbrot geschmiert werden können.

 

Bei den Dönerparties handelte es sich um non-profit Veranstaltungen, bei der lediglich die Ausgaben gedeckt werden sollten. Trotzdem konnte ich pro Veranstalltung stets einen Gewinn von CHF 50-150.- erwirtschaften. Mit den Einnahmen konnte ich wiederum in neues Equipment investieren. Die ersten Einnahmen nutzte ich, um meinen Dönergrill aufzuwerten (neue Heizstäbe und neue Wärmeplatten). Nach der Anschaffung neuer Beilage-Behälter und Greifzangen, kam ein elektronisches Dönermesser hinzu, mit dem ich das Fleisch in noch feineren Streifen schneiden konnte. Als letzte Investition zahlte sich die Beschaffung eines Wasserbades aus, wodurch das Fleisch einerseits warm und zart gehalten wird und anderseits ein schneiden im voraus ermöglicht, so dass die Gäste schneller zu ihrem Fleisch kamen. 

Aus einem Hobby wurde ein Mikro-Unternehmen

Die jährlichen Dönerparties fanden Anklang bei den Gästen. Meine Events der besonderen Art sprachen sich herum, so dass die Spiesse von Jahr zu Jahr grösser wurden und praktisch jedes Jahr mindestens eine Sauce dazukam. Das Konzept erwies sich bei meinen Gästen als so beliebt, dass sie mich um Buchungen an Privat-Events baten. Von Jahr zu Jahr häuften sich die Anfragen, die Leute waren gerne bereit mich für meine Bemühungen zu entlöhnen und schlugen mir vor, das Konzept der mobilen Dönerbude öffentlich anzubieten. Nach einer intensiven Bedenkphase entschied ich mich dazu, ein eigenes Unternehmen zu gründen und vorerst nebenberuflich ein Catering-Service der anderen Art anzubieten. Ausschlaggebend war dabei der Aspekt, dass das Konzept bei den Gästen jeweils hochlobend ankam und die Nachfrage massiv anstieg. Ich entschloss mich ab März 2018 offiziell eine Firma zu gründen und mein kulinarisches Angebot interessierten Kunden anzubieten. Aus einer zunächst beruflich unglücklichen Situation entwickelte sich die Möglichkeit, die Idee meines eigenen Unternehmens umzusetzen. Nun bin ich froh einer Tätigkeit nachzugehen, die nicht nur mir, sondern auch meinen Gästen riesigen Spass und eine Gaumenfreude bereitet.

 

 


Impressions